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Bernhard-Becker-Beendorf-Weg

(Entwurf des Bildes: Bodo Müller)

Im Laufe des Jahres 2021 soll in Abhängigkeit von den Corona-Bedingungen die Einrichtung des Bernhard-Becker-Beendorf-Weges (B.B.B.-Weg) erfolgen. Im März wurde ein Förderantrag in Trägerschaft des Knappenvereins Oberes Allertal e.V. für die Beschaffung der Schilder,  Gestelle und Pfosten gestellt. Dieser wurde nunmehr durch die "Partnerschaft für Demokratie" des Landkreises Börde bewilligt.

Im Förderantrag steht dazu (Auszug):

In Beendorf und Umgebung haben wir eine an historischen wie kulturlandschaftlichen und bergbautechnischen Punkten und Orten reiche Landschaft. Von der Bronzezeit, über das Mittelalter, bis ins Kaiserreich, den Beginn des Bergbaus im Allertal mit dem Schacht Marie, das Dritte Reich mit Krieg, KZ und Zwangsarbeit, bis zur innerdeutschen Grenze und der Wiedervereinigung. Bei uns lassen sich aus all diesen Zeiten Spuren und stumme Zeitzeugen finden. Diese möchten wir über ein vereineübergreifendes ... Projekt erfahrbar und erlebbar machen – die Geschichte zum Sprechen bringen.

Dazu wollen wir einen neuen Wanderweg schaffen. ... Mit diesem Projekt wollen wir Geschichte lebendig und erfahrbar machen. Und die Dorfgemeinschaft und regionale Verbundenheit nachhaltig stärken.

Der angedachte Wanderweg soll zum einen den vorhandenen Grenzlehrpfad zwischen Beendorf und Helmstedt, der an das Grenzregime der innerdeutschen Grenze erinnert und es visualisiert darstellt, berühren ... Des weiteren werden innerhalb Beendorfs kulturhistorisch interessante und lehrreiche Gebäude sowie Denkmäler einbezogen und hinsichtlich ihrer geschichtlichen Bedeutung dargestellt und eingeordnet ...

Ein Bezugspunkt soll die Beendorfer KZ-Gedenkstätte sein, die zur Geschichtsaufarbeitung und zum Gedenken von einem Arbeitskreis betrieben wird. ... Die Gedenkstätte soll mittelfristig umziehen und wird dann direkt am Wanderweg liegen.

Daneben sollen auch die bronzezeitlichen Hügelgräber, die im ehemaligen Grenzgebiet bei Beendorf liegen und deswegen noch wenig erschlossen und erforscht sind, Teil der Wanderroute sein.

Bernhard Becker, war ein Beendorfer Lehrer, Heimatforscher und Schriftsteller und eine für die Region und ihre Geschichte sehr stark engagierte Persönlichkeit, die hier sehr bekannt ist und hohes Ansehen genießt. Er kam 1905 in sein Heimatdorf zurück, als aufgrund des aufblühenden Bergbaus eine neue Schule gebaut wurde. Die heutige Grundschule in Beendorf heißt „Bernhard-Becker-Grundschule“ und wird im ehemaligen Verwaltungsgebäude des Schachtes Marie betrieben. Jedoch wird diese auf Beschluss des Verbandsgemeinderats geschlossen werden. Mit dem Wanderweg wollen wir einen neuen, lebendigen Erinnerungspunkt für Bernhard Becker schaffen, um auch sein Wirken und sein Erbe im Gedächtnis zu behalten.

Der Bernhard-Becker-Beendorf-Weg ergänzt auf praktische Weise die Beendorfer Chronik, die in Form der Beendorfer Hefte aufgeschrieben ist.

An alle Vereine und Gruppen geht der Aufruf, sich an der Einrichtung des Weges zu beteiligen!

 

Mit einer gemeinsamen Aktion von Gemeinde, Interessengruppe, Feuerwehr und Sportverein wurden weitere Bänke in Beendorf und um Beendorf herum aufgestellt. Dabei waren auch die Picknickplätze ein Ziel, die entlang des BBB-Weges vorgesehen sind. Ein Picknickplatz ist am oberen Ende des Seeberges im Entstehen. Der zweite soll hinter der Kirche eingerichtet werden, sobald die Klärung dazu mit dem Gemeindekirchenrat erfolgt ist.

Herrliche Aussicht vom Seeberg. Hoffentlich werden die Bänke von Vandalismus verschont und das Umfeld frei von Abfällen!

Beginn der praktischen Arbeiten neben der Kirche, wo einmal ein Infopunkt mit Sitzgruppe entstehen soll