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Beendorf ist ein sehr interessanter Ort mit einer spannenden Historie. Hier die Ansprechpartner, bei denen Sie Ihre Infos loswerden können:

Zu Beendorf allgemein:

  • Claus Hansper Tel. 039050 2344
  • Heide Friedrichs Tel. 039050 2358

Speziell zur Beendorfer Kirche:

  • Dr. Günther Szibor Tel. 039050 97460
  • Angelika Müller Tel. 039050 3125

Claus Hansper informiert über seine bisherige Tätigkeit zur Aufarbeitung der jüngeren Ortsgeschichte

Die nachfolgenden Erläuterungen und Links (am Ende des Textes) geben eine Übersicht über die bisher geleistete umfangreiche Arbeit, über die akribisch gesammelten Dokumente und Informationen und lassen die Hoffnung entstehen, dass in absehbarer Zeit mit schrittweisen Veröffentlichungen zu rechnen ist. Ein großes Dankeschön an Claus Hansper!

 

Hier die Ausführungen von Claus Hansper:

Der mit meinem Ausscheiden aus dem Berufsleben verbundene Freizeitgewinn sowie mein Interesse für die jüngere Ortsgeschichte Beendorfs waren 2009 der Ausgangspunkt, mich diesbezüglich umfangreich zu betätigen. Ich kontaktierte sowohl im Ort, als auch im gesamten Bundesgebiet viele alte Beendorfer und deren Nachkommen, die mir dankenswerterweise vorhandene Schriften und Bildmaterial zur Verfügung stellten. Darüber hinaus sichtete ich alle frei verfügbaren Beendorf-Akten im Kreisarchiv Haldensleben. Mit den mir daraufhin vorliegenden Unterlagen stand für mich die Frage des weiteren Herangehens. Um hier Klarheit zu gewinnen, erstellte ich im Jahr 2012 die nachfolgende Analyse.

 

Basis bzw. „Was ist bereits vorhanden?“

Es existiert die „Beendorfer Ortsgeschichte bis 1937“ von Bernhard Becker jun. mit nachfolgendem Inhalt.

  • Die Lage Beendorfs
  • Vorgeschichtliche Funde
  • Früheste urkundliche Erwähnungen Beendorfs
  • Beendorf als Grenzort in politischer Hinsicht
  • Die Bauernklassen und ihre Lasten
  • Die Besitzerfolge auf den Höfen
  • Kirche und Pfarre
  • Die Familie Vattke in Beendorf
  • Die Schule
  • Der Kalischacht „Marie“, das Stammwerk des Burbach-Konzerns

Anmerkung:

Die Beendorfer Ortsgeschichte bis 1937 wurde im Jahr 2000 mit freundlicher Genehmigung der Nichte von Bernard Becker jun., Frau Almut Rohloff, von Herrn Dr. Hartmut Blanke als Heft 2 der sogenannten „Beendorfer Hefte“ neu herausgegeben.

Es ist davon auszugehen, dass Bernhard Beckers Ausarbeitung auf die „Chronik des Kreises Neuhaldensleben von Peter Wilhelm Behrends und deren spätere Fortführung durch seinen Enkel Bernhard Rudolf Behrends in Form der Geschichte der zu dem früheren Landgericht der Burg Bartensleben gehörigen sechs Dörfer Groß-Bartensleben, Klein-Bartensleben, Bändorf, Schwanefeld, Alleringersleben und Morsleben, nebst Beschreibung und den geschichtlichen Denkwürdigkeiten des Helmstedter Brunnens“ von 1891 fußt und er diese entsprechend neueren Zeitgeschehens und zusätzlicher Erkenntnisse erweitert hat.

Des Weiteren gibt es folgende Veröffentlichungen:

  • „Der Schacht Marie“ als Heft 1 der „Beendorfer Hefte“ vom Textautor Winfried Schmidt
  • „Die 850-Jahr-Feier“ als Heft 3 der „Beendorfer Hefte“ mit Textbeiträgen von Dr. Hartmut Blanke (Ältere Geschichte Beendorfs), Dr. Günter Szibor (Geschichte Beendorfs 1871 bis 1933 / Beendorf nach der politischen Wende 1989), Marianne Zell (Beendorf im Dritten Reich / Frauen im Außenlager Beendorf des KZ Neuengamme bei Hamburg) und Heidemarie Friedrichs (Geschichte Beendorfs von 1945 bis 1949 / Beendorf – ein Grenzdorf in der DDR)
  • „Schacht Marie 100 Jahre Salzbergbau im Oberen Allertal“  als Buch, herausgegeben vom Knappenverein „Oberes Allertal“ Morsleben mit Textbeiträgen von Klaus Ebel, Klaus Ehrhardt, Wolfgang Gotte, Herbert Heißler, Björn Kooger, Martin Liefhold, Arno Michalzik, Richard von der Osten, Henning Rösel und Gerd-Henrich Stork
  • „Rüstung unter Tage / Die Untertageverlagerung von Rüstungsbetrieben und der Einsatz von KZ-Häftlingen in Beendorf und Morsleben“ von Björn Kooger
  • „Das war das 20. Jahrhundert im Ohrekreis“, ein Buch zur Serie der „Volksstimme“ vom Wartbergverlag mit einigen Beiträgen über Beendorf
  • „Aus der Postgeschichte von Beendorf“ von Thomas Schmidt, Klaus Hirschfeld und Karl Kubisch, herausgegeben vom Verein der Briefmarkenfreunde von Haldensleben und Umgebung e.V.
  • Die Beendorf-Marienborner Kleinbahn von Eberhard Schüler
  • Verschiedene Jahreskalender mit Beendorfer Fotomotiven, herausgegeben vom Beendorfer Heimatverein
  • An der Beendorfer Schule von Hans-Werner Hintze (über die Jahre 1952-1955; 2016 erschienen)

 

Es stellen sich die Fragen: „Sind die Bücher / Hefte mit ihren historischen Ausführungen nicht ausreichend?“ bzw. „Was gibt es an ihnen zu bemängeln?“

Will man diese Fragen ordentlich beantworten, muss man einerseits die Aufmachung bzw. äußere Form und andererseits die inhaltliche Seite betrachten.

Als Erstes einige Bemerkungen zur äußeren Form:

Der eingangs aufgeführten Quellliteratur ist zu entnehmenden, dass man zur umfänglichen Beendorfer Historie in allen Werken „Etwas“ in unterschiedlicher Qualität findet. (Bücher mit festem und flexiblem Einband, Heftform, Flyer und Kalenderblätter)

Es existiert also kein chronikartiges Werk über den Ort, welches einen Gesamtüberblick liefert.

Sehr gut gelungen ist die Herausgabe des Buches „Schacht Marie – 100 Jahre Salzbergbau im Oberen Allertal“. Leider ist eine Nachauflage auf Grund des Buchformats und der damit verbundenen hohen Kosten kaum möglich. Insofern ist das Heft 1 „Der Schacht Marie“ der sogenannten Beendorfer Hefte, welches sich mit der gleichen Thematik, allerdings konzentriert auf den Beendorfer Schacht Marie, eine sehr gute Ergänzung. Wer darüber hinaus noch tiefer in die Thematik „Rüstungsproduktion unter Tage / KZ-Beendorf“ eindringen möchte, ist mit dem diesbezüglichen Buch von Björn Kooger sehr gut bedient.

Bemerkungen zur inhaltlichen Seite:

Zur Thematik „Schacht Marie“ ist nichts hinzuzufügen. Hier passen die äußere Form und das inhaltliche Spektrum von leicht verständlich über populärwissenschaftlich bis wissenschaftlich, auch mit entsprechendem Bildmaterial unterlegt. Damit kann man diesen Teil der Beendorfer Historie beruhigt ausklammern.

Es verbleibt ein nicht minder großer „Rest“, der von den Heften 2 und 3 der Beendorfer Hefte abzudecken wäre. Klammert man die zuvor erwähnte Schacht Marie-Thematik aus, verbleiben im Heft 3 ca. 15 A5-Seiten, um die Beendorfer Ortsgeschichte im Heft 2 nach 1937 bis etwa 2000 zu ergänzen. Dafür gebührt den jeweiligen Textautoren Dank und Anerkennung. Man darf auch nicht vergessen, dass das die Redemanuskripte anlässlich der Festveranstaltung der Beendorfer 850-Jahrfeier waren und daher nicht den Sinn einer tiefgründigen, allumfassenden Ausarbeitung hatten. Insofern ist es auch verständlich, dass man im Heft 3 kaum erläuterndes Fotomaterial vorfindet.

Ebenso sind dem Heft 2, der Neuauflage der Beendorfer Ortschronik bis zum Jahr 1937 von Bernhard Becker, wie schon in der Urfassung, sehr wenig Fotos beigefügt.

Das soll auf keinen Fall als Kritik gelten, denn das damalige Bemühen von Bernhard Becker jun., die Beendorfer Ortsgeschichte von ihren Anfängen an aufzuarbeiten, kann nicht hoch genug eingeschätzt werden.

Zusammenfassend kann man sagen, dass die vorliegenden Ausarbeitungen mit ihren Aussagen von den Beendorfer Anfängen bis zur Gegenwart dem interessierten Leser einen guten historischen Überblick bieten. Darüber hinaus ist an deren Form, so wie der Heimatverein mit dem Grundgedanken einer Heftreihe, die jederzeit ergänzt werden kann, die Sache anging, nichts zu bemängeln. Es bleibt aber die Frage: „… und wann erscheint nun das Heft Nr. 4 und Nr. 5 und …“, da es meines Erachtens lohnenswert wäre, noch über so Manches zu berichten bzw. nur grob angerissene Dinge, ausführlicher zu recherchieren und festzuhalten. Das deckt sich auch mit der Aufforderung von Dr. Hartmut Blanke im Vorwort des Heftes 2, der darin im Jahr 2000 alle interessierten Bürger zur Mitarbeit aufrief, die Lücke zwischen 1930 und 2000 zu schließen.

 

Wie nun weiter?  bzw. Was sind das für Dinge, die noch nicht erschlossen sind?

Aus meiner persönlichen Sicht wäre es lohnenswert, einerseits ausgesuchte Kapitel der Beckerschen Chronik detailliert fortzuschreiben, Textbeiträge des Heftes 3 in ausführlichere, mit Fotos unterlegte Kapitel zu überführen und darüber hinaus Dinge aufzugreifen, die bisher in keiner Publikation Erwähnung fanden.

Fortschreibendes / Ergänzendes

  • Die Besitzerfolge auf den Höfen / Was wurde nach 1937 aus den Bauernfamilien und ihren Höfen? / Landwirtschaftsentwicklung im Ort bis heute
  • Kirche und Pfarre / Pastorenfolge nach 1937 / Kirchliches Wirken zu verschiedenen   gesellschaftlichen Zeiten
  • Die Schule / Schulgeschehen nach 1937 bis heute
  • Beendorf als Grenzort in politischer Hinsicht / „Grüne“ Grenze; Aktion „Ungeziefer“;   Grenze; „Beendorf-Treffen“; Wendegeschehen mit Öffnung der Grenze

Zusätzliches / Ergänzendes

  • Erläuterung der Beendorfer Straßen- und Flurbezeichnungen von Bernard Becker sen.
  • Detaillierte Ausführungen zur Beendorfer Geschäftswelt mit Namen und Ortsbezug etwa ab 1900 bis heute
  • Analoge Ausführungen zu den gastronomischen Einrichtungen
  • Analoge Ausführungen zu den medizinischen Einrichtungen einschließlich der Apotheke
  • Beendorf Posthistorie (bisher nur als kaum registrierter Flyer vorhanden)
  • Abriss über die Historie des Beendorfer Kindergartens und der Kinderkrippe
  • Das sportliche und kulturelle Leben im Ort seit 1900
  • Die sogenannten Beendorf-Treffen
  • Die Historie der Beendorfer Feuerwehr
  • Der Beendorfer Kraftverkehr
  • Beendorfer Denkmäler
  • Beendorfer Baugeschehen / Ortsentwicklung seit 1900
  • Beendorfs Gefallene der beiden Weltkriege
  • Beendorfs „Stunde 0“ und Nachkriegsjahre
  • Beendorfs Wind- und Wassermühlen
  • Beendorfer Originale und kuriose Begebenheiten, Lustiges
  • Beendorfs Ortsvorsteher
  • Lebensberichte Beendorfer Bürger
  • Gedichtetes über Beendorf

 

Welches Ziel sollte man anstreben?

Ausgehend von der Erkenntnis, dass es durchaus noch allerhand Lohnenswertes zu recherchieren gilt, stellt sich nun die Frage nach der Art der Ausarbeitung bzw. des Werkes, in welches das alles münden sollte.

Von mehreren Varianten bevorzugte ich damals eine allumfassende Chronik mit festem Einband. Unabhängig von der zu wählenden Variante sollte das entstehende Werk durch konkreten Personen- und Ortsbezug, vielen Fotos, Lebensberichten und Beendorf-Gedichten so interessant und kurzweilig gemacht werden, dass sich einerseits heute lebende Beendorfer Nachfahren in ihrer Familienhistorie wiedererkennen und andererseits hier gern lebende Menschen ohne diesen Bezug mit Interesse nach der Lektüre verlangen.

Aufgrund des umfangreich zusammengetragenen und erstellten Materials zur jüngeren Beendorfer Ortsgeschichte und des zu erwartenden Kostenfaktors für eine umfangreiche Chronik im Festeinband soll nunmehr die Variante „Fortsetzung der Heftreihe“ zum Tragen kommen.

 

Welchen Stand habe ich nun 2019 erreicht?

Zwischenzeitlich wurden von mir 7 Beendorfer Hefte mit den nachfolgend aufgeführten Titeln digital erarbeitet. Beim Klicken auf einen Heft-Titel ist das jeweilige Inhaltsverzeichnis einsehbar, welches einen Überblick über die bereits vorhandenen Inhalte gibt.

Von den Beendorfer Heften steht das Heft Nr. 4 „Beendorfs Landwirtschaft“ kurz vor dem Druck. Eine unschätzbare Hilfe war für mich das zwischenzeitliche Kennenlernen von Herrn Burkhard Dube, dessen Elternhaus das einstige Kantorat in der Kirchstraße war, er also Beendorfer Wurzeln hat. Da er sich hauptberuflich als Layouter betätigte ist Herr Dube genau die passende Ergänzung zu meinem Vorhaben, um die entstehenden Beendorfer Hefte in ansprechender Qualität drucken lassen zu können. Dafür danke ich ihm, auch im Namen der Gemeinde Beendorf, die als Herausgeber der Hefte auftritt.

Die weiteren Hefte sind inhaltlich erarbeitet und müssen nun analog dem Heft 4 druckreif layoutet werden, also alte Fotos digital nachbessern, sie für das Auge gefällig in den Texten mit Bildunterschriften einfügen, Heftumschläge gefällig gestalten, usw.

Es besteht das Ziel, alle Hefte bis zum 30. Jahrestag der Deutschen Wiedervereinigung am 3. Oktober 2020 herauszugeben.

Heft 4     „Beendorfs Landwirtschaft im Wandel der Zeit“

Heft 5     „Beendorfs Handel und Gewerbe im Wandel der Zeit“

Heft 6     „Beendorfs kommunale Infrastruktur im Wandel der Zeit“

Heft 7     „Beendorf und seine Bewohner zu unterschiedlichen Zeiten“ 1871 – 1945

Heft 8     „Beendorf und seine Bewohner zu unterschiedlichen Zeiten“ 1945 – 2019

Heft 9     „Beendorfs gesellschaftliches Leben zu unterschiedlichen Zeiten“

Heft 10   „Beendorfer Ortsansichten und markante Bauwerke im Wandel der Zeit“

 

Claus Hansper appelliert abschließend:

Ich wünschte, dass sich mir gegenüber weitere Beendorfer öffnen und damit einen Beitrag leisten, dass so manches Erwähnenswerte für die Nachwelt erhalten bleibt. Darüber hinaus wäre ich erfreut, wenn sich interessierte Mitstreiter finden würden, die ihre Freizeit für die noch ausstehenden Arbeiten opfern würden.