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Hier die Ansprechpartner:

  • Claus Hansper Tel. 039050 2344
  • Heide Friedrichs Tel. 039050 2358
  • Günter Uhlmann

Zusammenfassung einiger Aktivitäten der Gemeinde Beendorf sowie des Beendorfer Arbeitskreises „KZ-Gedenkstätte“

2019

 

  • „Tag der offenen Tür“ der KZ-Gedenkstätte Beendorf am 27. Januar 2019

Etwa 55 Besucher aus den Landkreisen Börde und Helmstedt nutzten wieder die Gelegenheit, sich über das Arbeitslager A3 – Beendorf / Helmstedt, eine Außenstelle des KZ Neuengamme zu informieren. Die ehrenamtlichen Betreuer der Beendorfer KZ-Gedenkstätten konnten für diesen Tag den Historiker Dr. Björn Kooger gewinnen, der einen Vortrag über den „KZ-Zug von Sülstorf“ hielt, an deren zuvor erschienenen Broschüre er Anteil hatte. Der Zug hatte kurz vor Kriegsende seinen Ausgangspunkt in Beendorf. Etwa 500 Häftlinge kamen auf der sechstägigen Irrfahrt qualvoll ums Leben.

Dr. Kooger übergab uns mehrere Broschüren und eine DVD darüber.

Auch von weiteren Bürgern der Region kamen ausstellungs-relevante Stücke, wie z. B. das Selbstportrait eines russischen, kriegsgefangenen Häftlings in Beendorf.

Die Motivation der Besucher zu ihrem Kommen war wieder sehr unterschiedlich. Es waren Geschichtsinteressierte, ehemalige Grenzer, ehemaligen Beendorfer, die 1952 im Zuge der Aktion „Ungeziefer“ ausgewiesen wurden, usw.

Parallel zu den Erläuterungen über das einstige Arbeitslager wurde auch über den Erarbeitungsstand der Aufarbeitung der jüngeren Beendorfer Ortsgeschichte informiert.

Einige Besucher wollen wiederkommen, um sich nochmals in Ruhe zu informieren, was am Tag der offenen Tür durch das ständige Kommen und Gehen nur bedingt möglich ist.

Für die Versorgung der Besucher mit Kaffee und Kuchen/Keks bedanken sich die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Gedenkstätten bei Herrn Sven Bachmann und Frau Inge Hansper.

Vortrag im Gedenkstättenraum der Grundschule Vortrag im Gedenkstättenraum der Grundschule

Vortrag von Dr. Kooger zum KZ-ZugVortrag von Dr. Kooger zum KZ-Zug

 

  • Besuch aus den Niederlanden

Am 25.02.2019 besuchten uns vier Holländer. Es waren Anja van der Starre mit ihrer Schwester Heleen und deren Partnern Dick und Rian, die in Begleitung einer Dokumentarfilmerin tags zuvor den Schacht Bartensleben befuhren. Der Vater von Anja und Heleen war als 19-jähriger Kriegsinternierter im Arbeitslager Walbeck. Der entstandene Dokumentarfilm ist im Internet hier abrufbar.

Von links: Heleen, ihre Schwester Anja und Rain, die Lebensgefährtin von HeleenVon links: Heleen, ihre Schwester Anja und Rain, die Lebensgefährtin von Heleen

2018

  • Zeitungsartikel in der Volksstimme und im Generalanzeiger
Die Artikel betrafen den Ausfall des „Tages der offenen Tür“ 2018 wegen Instandsetzung der Räume. Artikel erschien in Vst. am 22.01.18.
  • Gedenkstättenbesuches eines Ehepaares aus Israel

Varda Treiser war mit ihrem Ehemann Gil und weiteren Freunden auf Spurensuche nach ihrer Mutter Olga Zeidenfeld, die das Beendorfer Arbeitslager überlebte. Dr. Björn Kooger und die Ehrenamtlichen unseres Arbeitskreises begleiteten den Besuch. Nach ihrer Rückkehr schickte uns Herr Treiser die Aufzeichnungen seiner Schwiegermutter Olga Zeidenfeld in englischer Sprache. Eine Übersetzung davon fertigte jüngst dankenswerter Weise der Beendorfer Volker Weil an.

Gil und Varda TreiserGil und Varda Treiser

Dr. Kooger mit den GästenDr. Kooger mit den Gästen

Olga Zeidenfeld (links stehend) Olga Zeidenfeld (links stehend)

Olga Zeidenfeld (links stehend) mit ihren Schwestern Yaffa, die mit ihr im Lager Beendorf war, und Lilli, die mit ihren Eltern in Auschwitz ums Leben kam sowie ihr Bruder Tuli

2017

  • Erstellung von Zusammenfassungen über unsere Gedenkstättenarbeit im Jahr 2016 und Einarbeitung unserer Arbeitsgruppe mit Kontaktdaten in die Webseite „www.beendorf.com“
  • Durchführung des "Tages der offenen Tür", den ca. 55 Besucher aus den Landkreisen Börde und Helmstedt besuchten, Einwohner benachbarter Orte unterstützten die Veranstaltung mit Leihgaben und weiteren Ausstellungsstücken
  • Aufstellung der erwähnten Stelen durch das ERA Morsleben auf Veranlassung durch das BfS

  • Schreiben an den Direktor der Stiftung Gedenkstätten Sachsen-Anhalt, Dr. Kai Langer, mit der Bitte um Unterstützung bei Übersetzungsleistungen einer belgischen Internetseite das KZ-Außenlager Beendorf betreffend
  • Nach nochmaliger Erklärung des Briefinhaltes und Unterstreichung, dass sich die gewünschte Übersetzungsleistung nicht nur auf die Startseite, sondern besonders auf die Häftlingsberichte bezieht, verspricht er, das auf Grund des Umfanges zu recherchieren, ggf. aufzuteilen. Er will sich dann wieder zurückmelden. Es stand auch im Raum, ggf. eine uns bekannte kostengünstige Übersetzerin zu finanzieren.
  • Telefonat mit dem Magdeburger Mitarbeiter der Bundestagsabgeordneten Steffi Lemke betreffs politischer Unterstützung unserer ehrenamtlichen Arbeit. Dazu wurde ihr ein Schreiben mit unseren konkreten Wünschen über ihren Büromitarbeiter zugeleitet
  • Bis auf die Bepflanzung, welche im Frühjahr 2018 erfolgen soll, erfolgten die abschließenden Arbeiten am OdF-Denkmal

2016

  • Herantreten an den Leserobmann der Volksstimme; Kontakte zu den Büros der Bundestagsabgeordneten Renate Künast und der Bundesumweltministerin Frau Hendricks; Vorort-Zusammenkunft mit der Bundestagsabgeordneten Frau Steffi Lemke
  • Erweiterung unseres Literaturumfangs nach Überreichung von Dr. Kooger aus seinem Privatbestand und Anfertigung eines Verzeichnisses dazu
  • Verbesserung unserer Internetpräsenz auf der Web-Seite „www.beendorf.com“
  • Umfangreichere Besucherführungen
  • Fortführung der Arbeiten zur Rekonstruktion des OdF-Denkmals seitens der Gemeinde

Im Ergebnis des durchgeführten „Tages der offenen Tür“ ergab sich ein Erkenntnisgewinn zur Problematik „Umgang der Bevölkerung mit Insassen des damaligen Arbeitslagers“ und der Problematik „Arbeitsdienst auf der Schachtanlage Marie“. Daraus entstanden Beiträge im Beendorfer Chronikheft zur NS-Zeit.

Wenn auch unsere Erwartungen hinsichtlich der eingangs erwähnten BfS-Unterstützung nicht erfüllt wurden, so können wir uns doch über 3 Stelen freuen, wovon zwei über unsere Gedenkstätte(n) informieren sowie über auch uns künftig zur Verfügung stehendes neu erarbeitetes Prospektmaterial zur Historie beider Schachtanlagen. Wetterabhängig sollen die Stelen am Schacht Marie bis Ende Januar 2017 aufgestellt werden.

2015

  • Zusammenarbeit mit der Walbecker Gedenkstätte, Bericht dazu hier ...

2014

  • Am 01.05.2014 empfingen die ehrenamtlichen Betreuer der Beendorfer KZ-Gedenkstätte Heide Friedrichs, Günter Uhlmann und Claus Hansper eine 17-köpfige Gruppe des belgischen Verbandes ehemaliger Häftlinge des KZ Neuengamme, die im Rahmen eines mehrtägigen Deutschlandaufenthaltes einige Gedenkstätten aufsuchten. Bericht dazu hier ..., Fotos hier:Belgische Delegation auf dem FriedhofBelgische Delegation auf dem Friedhof

Fahnengruppe am MahnmalFahnengruppe am Mahnmal

 In der KZ-GedenkstätteIn der KZ-Gedenkstätte

2012

  • Besuch einer französischen Gruppe, betreut von Jörn Schenke

Eintragung im GästebuchEintragung im Gästebuch

 

Inhaltsverzeichnisse der Originalakten von Dr. Kooger:

  • Inhaltsverzeichnisse hier ... Die enthaltenen Aufzählungen dienen dazu, um darzustellen, welch umfangreiche Unterlagen zur Verfügung stehen. Interessierte können sich zwecks Einsichtnahme bei den links genannten Ansprechpartnern melden.

Wie kam es zur Bildung des Arbeitskreises "KZ-Gedenkstätte Beendorf"?

Schon zu DDR-Zeiten erfolgte die Aufarbeitung der Geschichte des SS-Arbeitslagers Beendorf. Etwa 1973 wurde auf Initiative des damaligen Direktors, Herrn Rudi Wieland, von Schülern der Polytechnischen Oberschule Beendorf eine Collage erstellt. Sie ergänzte ein von Lehrern und Schülern angefertigtes Modell des KZ-Außenlagers. Die Collage und das Modell sowie einige weitere wenige Ausstellungsstücke waren der Anfang dieser Gedenkstätte.

Darüber hinaus gab es regen Schriftverkehr des damaligen Bürgermeisters der Gemeinde Beendorf, Herrn Heinz Hirschberg, mit dem sowjetischen Offizier Grigorew Jewgeni Maksimowitsch, der im Beendorfer Arbeitslager interniert war.

Erst nach der Grenzöffnung 1989 bestand die Möglichkeit, die Geschichte des Arbeitslagers Beendorf, einer Außenstelle des KZ Neuengamme, tiefgründig aufzuarbeiten. Das geschah im Rahmen einer geförderten Arbeitsbeschaffungsmaßnahme der Gemeinde Beendorf durch den Diplom-Historiker Herrn Björn Kooger im Zeitraum 1994 bis 1996. Seine Ausarbeitungen führten mit Hilfe von Fördermitteln zu dem Ausstellungskonzept und dem neu gestalteten Raum der Gedenkstätte. Das zur DDR-Zeit angefertigte Modell des KZ-Außenlagers Beendorf wurde darin integriert. Nach dem Tod von Herrn Wieland am 10.12.1996 führte die Gedenkstätte ein Schattendasein, in dessen Folge die zur DDR-Zeit angefertigten Collagen dem optischen Verfall preisgegeben waren.

Erst als sich im Jahr 2012 ehrenamtliche Beendorfer Bürger erneut der Gedenkstätte widmeten und die erwähnten Collagen zum Vorschein kamen, wurden sie überarbeitet und in die Ausstellungsräumlichkeiten integriert. Unter anderem wurde versucht, Unterstützung durch das Bundesamt für Strahlenschutz als Betreiber der Schachtanlagen Bartensleben und Marie zu erhalten, was jedoch letztendlich aus vielerlei Gründen scheiterte. So war es vor allem das persönliche Engagement von Claus Hansper, Heide Friedrichs und Günter Uhlmann, seit 2013 die Räumlichkeiten in der Grundschule Beendorf so herzurichten, wie sie heute als KZ-Gedenkstätte besichtigt werden können.

Zu den Beendorfer Gedenkstätten gehören neben dem Gedenkstättenraum in der Grundschule und dem OdF-Denkmal in der Mittelstraße auch das Massengrab und 4 Einzelgräber auf dem Beendorfer Friedhof. Heide Friedrichs pflegt die vier Einzelgräber bereits seit über 40 Jahren, sowie das Massengrab seit etwa 30 Jahren. Dafür sei ihr an dieser Stelle einmal ausdrücklich gedankt!

Folgende Stellen in Beendorf sind Gedenkstätten an Opfer des Nationalsozialismus:

Eine Zusammenfassung der Historie des SS-Arbeitslagers Beendorf kann hier heruntergeladen werden

(gekürzte Fassung einer Ausarbeitung von Claus Hansper).